Aus dem Märchen: Jorinde & Joringel
Szene aus dem Märchen Jorinde & Joringel. Bild: Andreas Köhler

Gerade begonnen hat die 17. Saison der Hexenberg-Ensembles: Gezeigt werden endlich wieder im Glaspalast 15 beliebte Grimmis und die Reihe PINK GRIMM.

Es war einmal … Grimms Märchen im einzigartigen Glaspalast auf dem Pfefferberg an der Schönhauser Allee. Zwei Schauspieler, ein altbekannter Originaltext (oder eine wohlüberlegte Variante davon) und eine kleine Bühne: Mehr bedarf es nicht für maximales Theater- und Märchenglück. In der 17. Saison wartet das 16-köpfige Hexenberg-Ensemble mit 15 der beliebtesten Grimmis auf – passend adaptiert für Menschen von vier bis – mindestens – 104 Jahren.


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Sperriger Schauder

Ganz neu dabei ist das Märchen „Jorinde und Joringel“. Das erzählt von einer Zauberin, die Jungfrauen in Nachtigallen verwandelt und einem verliebten Jungen, der seine verzauberte Freundin aus den Fängen der bösen Frau mithilfe einer roten Blume retten wird.

Das speziell entwickelte Format von zwei halbstündigen Märchen pro Vorstellung – am 29. November, 19 Uhr, wird zum Beispiel neben „Jorinde und Joringel“ noch „Gevatter Tod“ aufgeführt – führt ans Licht, wie eng der krude Charme dieser Märchen, ihre befremdliche Komik und der sperrige Schauder mit den ureigensten Ängsten und Hoffnungen eines jeden verbunden sind.

Auf diese Weise wird die Bühne zum bunten Gabentisch, auf dem für jeden etwas dabei ist. Garantiert ist immer höchst unterhaltsames Vergnügen – an den Wochenendnachmittagen auch für Kinder.

Queere Märchenreihe

Im Glaspalast feiert ab Dezember die queere Märchenreihe PINK GRIMM ihr Comeback. Das Format ist ein Hexenberg-Spezial, welches mit seinem ganz eigenen Zauber die Märchen des Hexenberg-Ensembles noch vielfältiger und diverser machen wird. Andreas Köhler und Roger Jahnke verleihen den klassischen Rollenverteilungen eine neue Sichtweise und hauchen „Schneewittchen“ und als Premiere „The Sleeping Beauties“ im Spiel um Geschlechtlichkeit neues Leben ein.


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Sie nehmen sich der Geschichten um Schönheit, Älterwerden, Neid und Jugendwahn an und verteilen die Rollen. Dabei bewegen sie sich an den schillernden Grenzen zwischen bunter Selbstdarstellung und subkulturellem Sendungsbewusstsein. In „The Sleeping Beauties“ etwa ringen die beiden Protagonisten als Vorschulkinder um die Rollenverteilungen: Wer darf Sleeping Beauty oder Dornröschen wachküssen? Dieses über behütete Kind voller Prinzessinnenallüren, das nicht auf das Erwachsenwerden und schon gar nicht auf ihre Sexualität vorbereitet ist. Und wer wird von Prince Charming wachgeküsst?

Antworten auf diese und alle anderen Fragen gibt es im Glaspalast und online.

Text: Redaktion