Schauspieler Wolfgang Bahro, seit Jahrzehnten bekannt und berühmt als Bösewicht aus der RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» Jo Gerner, sieht seine Figur charakterlich kritisch. (Archivfoto)
Schauspieler Wolfgang Bahro, seit Jahrzehnten bekannt und berühmt als Bösewicht aus der RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» Jo Gerner, sieht seine Figur charakterlich kritisch. (Archivfoto) Foto: Gerald Matzka/dpa

Köln/Potsdam (dpa) – Schauspieler Wolfgang Bahro, seit Jahrzehnten bekannt und berühmt als Bösewicht aus der RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten», sieht seine Figur Jo Gerner charakterlich kritisch. «Wenn ich juristische oder finanzielle Probleme hätte, würde ich Jo Gerner sofort um Rat fragen. Aber als Freund? Da bin ich mir nicht sicher», sagte der 65-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Seine Kritik: Gerner sitze für seinen Geschmack «zu sehr auf einem hohen Ross». 

«Da gibt es im echten Leben deutlich angenehmere Menschen, mit denen ich lieber meine Zeit verbringe», sagte Bahro, der die Figur seit 1992 spielt. «Also kurzum: Jo Gerner wäre im echten Leben sicherlich nicht mein Freund.»


Der gewiefte Jurist Gerner ist ein Urgestein im Seifenoper-Kosmos. Bei GZSZ wird er als «Deutschlands bester Anwalt» inszeniert und ist seit Folge 185 dabei. Im Laufe der Jahre war er auch schon als Immobilien-Tycoon, Uni-Dozent, Gastronom («Fasan») und Inhaber einer eigenen Fluggesellschaft namens «GernAir» tätig. Gerner gilt als charmant, aber auch manipulierend.

Bahro wird von den meisten Zuschauern mit der Rolle in Verbindung gebracht. Am Dienstag (13. Januar, 20.15 Uhr, RTL und RTL+) wagt der Schauspieler allerdings etwas Neues: In «Haveltod – Ein Potsdam-Krimi» spielt er einen Fallanalytiker, der einen Mord aufklären soll. Das bedeutet: Diesmal verkörpert Bahro jemanden auf der richtigen Seite des Gesetzes.