Bauernpräsident Henrik Wendorff sagt, er wolle eine starke Erhöhung des «Wassercents» für die Landwirtschaft nicht akzeptieren. (Archivbild)
Bauernpräsident Henrik Wendorff sagt, er wolle eine starke Erhöhung des «Wassercents» für die Landwirtschaft nicht akzeptieren. (Archivbild) Foto: Christoph Soeder/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Brandenburgs Bauernpräsident will eine deutliche Erhöhung der Wasserpreise für die Landwirtschaft nicht hinnehmen. «Derzeit liegt das Wassernutzentgelt auch im Agrarbereich bei 10 Cent pro Kubikmeter. Gegen eine moderate Anpassung auf ein wettbewerbsfähiges Niveau mit anderen Bundesländern würden wir uns nicht sperren», sagte Henrik Wendorff der «Märkischen Allgemeinen Zeitung». «Was jedoch absolut nicht geht, wären drastische, sprunghafte Erhöhungen um 20 oder mehr Prozent.»

Es müsse zudem garantiert sein, dass dieses Geld zweckgebunden wieder in wasserwirtschaftliche Investitionen fließe und nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern im Landeshaushalt genutzt werde. «Dem Land die Möglichkeit zu geben, sich über einen Prozentsatz immer mehr Geld zu holen, erinnert an einen Selbstbedienungsladen und ist völlig inakzeptabel», sagte Bauernpräsident Wendorff der Zeitung.


Agrarministerin Hanka Mittelstädt arbeitet an einem neuen Wassergesetz. Wasser sei in der jetzigen Situation noch zu günstig, sagte sie vor kurzem.