In Berlin-Neukölln ist auf dem Grund des Schifffahrtskanals eine Fliegerbombe gefunden worden.
In Berlin-Neukölln ist auf dem Grund des Schifffahrtskanals eine Fliegerbombe gefunden worden. Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin (dpa/bb) – Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Berlin-Neukölln müssen die Bewohner von 5.600 Haushalten ihre Wohnungen verlassen. Um den Fundort sei ein Sperrkreis von 500 Metern eingerichtet worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Evakuierung des Sperrkreises hat demnach begonnen. Wann sie abgeschlossen sein wird, ist offen. Der Einsatz könnte sich noch bis in den späten Abend oder die Nacht hineinziehen. 

Es wurde eine Notunterkunft eingerichtet, wo Betroffene versorgt werden sollen. Den Angaben zufolge sind 200 Polizisten im Einsatz. Auch Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk unterstützen bei den Maßnahmen. Im Sperrkreis liegen ein Seniorenheim, eine Obdachlosenunterkunft und eine Kita. 


Der 100 Kilogramm schwere Sprengkörper war am Vormittag auf dem Grund des Neuköllner Schifffahrtskanals zwischen der Teupitzer und der Treptower Straße gefunden worden. Die belebte Sonnenallee ist nur wenige Querstraßen entfernt. Die Bombe wurde aus dem Wasser gehoben und auf einem schwimmenden Ponton gelagert. Dann sollte ein Kran sie ans Ufer heben, wo sie entschärft werden sollte, so die Polizei.