Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat eine Regierungserklärung angekündigt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat eine Regierungserklärung angekündigt. Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa/bb) – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat eingeräumt, dass beim Krisenmanagement während des tagelangen Stromausfalls nicht alles rundgelaufen ist. Der CDU-Politiker will dazu ausführlich im Landesparlament Stellung nehmen und kündigte darüber hinaus eine «schonungslose Analyse» der jüngsten Krisenerfahrungen an. «Ich werde am kommenden Donnerstag eine Regierungserklärung abgeben», sagte er am Rande eines Termins mit Berliner Sternsingern im Roten Rathaus an. «Das habe ich der Fraktion mitgeteilt.»

Das Ziel müsse sein, die kritische Infrastruktur in Berlin, also beispielsweise das Stromnetz, künftig noch besser zu schützen. «Wir müssen schauen, wo sind die Angriffspunkte, die kritisch sind und wie können wir unser Krisenmanagement, unseren Katastrophenschutz noch optimieren», sagte Wegner. 


Diskussion über Fehler

«Es hat alles funktioniert, aber wir sind trotzdem einige Punkte aufgefallen, die man noch besser machen kann», räumte er ein. Noch schneller eine zentrale Steuerung zu organisieren, würde es allen Beteiligten einfacher machen, nannte er als Beispiel. «Es gab auch ein paar Reibungspunkte, die können wir uns noch mal genau anschauen.»

Wegner kündigte eine umfassende Diskussion über Fehler an. «Ich habe mit den Hilfsorganisationen, mit Polizei, Feuerwehr, mit Stromnetz, aber auch mit anderen Versorgern gesprochen», sagte er. «Ich möchte die alle einladen, und ich möchte von denen eine ehrliche Bewertung haben.» Er habe unter anderem vom Technischen Hilfswerk (THW) schon das eine oder andere gehört, was verbessert werden könne. «Und hier will ich eine schonungslose Analyse haben.»