
Berlin (dpa/bb) – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat in Tel Aviv einen Kranz zum Gedenken an die Geiseln niedergelegt, die beim Terrorangriff der Hamas verschleppt und ermordet wurden. Der CDU-Politiker reiste aus Anlass des dritten Jahrestags des Terrorangriffs auf Israel in Berlins israelische Partnerstadt. Nach Angaben der Senatskanzlei traf Wegner sich dort mit Bürgermeister Ron Huldai zu einem Gespräch. Huldai begleitete Wegner auch zum Platz der Geiseln, Tel Avivs zentralem Ort für das Gedenken an den Terrorangriff.
Huldai hatte Wegner eingeladen. Beide unterschrieben im Mai vergangenen Jahres im Roten Rathaus das Städtepartnerschaftsabkommen – Tel Aviv ist Berlins 19. Partnerstadt.
Wegner reist weiter nach Jerusalem
Am Mittwoch will Wegner weiter nach Jerusalem reisen. Anschließend ist vorgesehen, den Kibbuz Re’im zu besuchen sowie das Gelände des Nova-Musikfestivals an der Grenze zum Gazastreifen. Der Kibbuz und das Festival waren am 7. Oktober 2023 von den Hamas-Terroristen überfallen worden.
Der Angriff der Hamas jährt sich zum dritten Mal. Wegner teilte mit: «Mir ist es deshalb wichtig, als Regierender Bürgermeister der Partnerstadt Berlin hier in Tel Aviv zu sein und an die Menschen zu denken, die das Leid miterlebt haben.» Berlin stehe fest an der Seite Tel Avivs und fest an der Seite Israels.
Bei dem Massaker der islamistischen Terrororganisation Hamas wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte darauf mit einer militärischen Offensive im Gazastreifen, die zu einem langanhaltenden Krieg führte, bei dem Zehntausende Menschen getötet wurden.
Seit Oktober 2025 gilt im Gaza-Krieg eine Waffenruhe. Das israelische Militär fliegt aber immer wieder Luftangriffe, die nach eigener Darstellung auf Hamas-Mitglieder abzielen.