
Hamburg (dpa) – Für ihren Einsatz im Kinderschutz zeichnet die Versicherungsgruppe HanseMerkur in diesem Jahr sechs Initiativen aus. Den mit 40.000 Euro dotierten Hauptpreis erhalte der Berliner Acker e. V., teilte die Versicherungsgruppe mit. Mit seinen Bildungsprogrammen ermöglicht dieser Verein Kindern ab drei Jahren an Kitas und Schulen ein eigenes Beet.
Kinder können so das ganze Jahr über Gemüse anbauen und lernen, wie Lebensmittel entstehen. Rund 400 ehrenamtliche Acker-Coaches begleiten die Einrichtungen bundesweit über vier Jahre. Seit 2014 seien so etwa 2.000 Lernorte entstanden, an denen mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche erreicht worden seien, heißt es in der Begründung der Jury.
Preise für Traum-Therapiezentrum und Kindersuchmaschine
Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 20.000 Euro erhalten die Hamburger Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e. V. für ihr Präventionsprojekt «Schwanger? Dein Kind trinkt mit!», der Berliner Verein fragFINN für seine Kindersuchmaschine fragFINN.de und seine Kinderredaktion sowie der Deutsche Ju-Jutsu-Verband e. V. für sein Gewaltpräventionsprogramm «Nicht mit mir!». Diese vier Preisträger hat eine Fachjury ausgewählt.
Über die beiden Mitarbeiterpreise haben die Beschäftigten der HanseMerkur entschieden. Jeweils 10.000 Euro gehen demnach an den Verein Ankerland aus Hamburg, der in seinem Trauma-Therapiezentrum schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche kostenfrei behandelt, und an den Verein Soulbuddies aus Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen). Dessen ehrenamtliches Team begleitet junge Menschen in der oft monatelangen Wartezeit auf einen Therapieplatz.
«Engagement verdient unsere Anerkennung»
Die Preisverleihung am Unternehmenssitz der HanseMerkur in Hamburg moderiert der Musiker und Schauspieler Yared Dibaba. Die HanseMerkur verleiht den Preis für Kinderschutz in diesem Jahr zum 45. Mal.
«Mit dem Preis möchten wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche gesund und gut geschützt aufwachsen», sagte Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur. Hinter den Projekten stünden Menschen, die ihre Zeit und ihr Fachwissen einbrächten, oft ehrenamtlich. «Dieses Engagement verdient unsere Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit.»
