Stürmer Oliver Burke verpasst weite Teile der Saison-Vorbereitung. (Archivbild)
Stürmer Oliver Burke verpasst weite Teile der Saison-Vorbereitung. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa/bb) – Trainer Mauro Lustrinelli kann auch im Trainingslager des 1. FC Union Berlin nicht auf seinen vollen Kader zurückgreifen. Wie der Schweizer nach dem 2:2 im Testspiel gegen Cagliari Calcio verriet, wird Mittelstürmer Oliver Burke heute nicht mit nach Österreich reisen. Der schottische Mittelstürmer hatte sich bei einem Testspiel Mitte Juli in der Schweiz am Fuß verletzt und seitdem kein Spiel mehr bestritten. 


Die beiden Torhüter Frederik Rönnow und Matheo Raab sowie Mittelfeldspieler Robert Skov und Offensivspieler Andrej Ilic fahren zwar mit nach Aigen im Ennstal in der Steiermark. Allerdings sei ungewiss, in welchem Umfang sie am Mannschaftstraining teilnehmen können. 

Weil dem Fußball-Bundesligisten derzeit zahlreiche Akteure verletzt oder erkrankt fehlen, musste der Schweizer bereits in den Testspielen improvisieren. Beim 1:2 am Samstag gegen Dynamo Dresden stand etwa Carl Klaus im Tor. Gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio setzten die Eisernen dann auf den erst 17 Jahre alten Fritz Gagzow zwischen den Pfosten. «Wir haben das Spiel mit vielen Spielern der U19-Mannschaft begonnen und die haben alles gegeben», befand Lustrinelli.

Viele Verletzte, kaum Neuzugänge

Die vielen Ausfälle können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Köpenicker in der Vorbereitung noch nach ihrer Form suchen. Seit inzwischen sechs Testspielen wartet Union auf einen Sieg. Bis zum Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig bleiben noch drei Wochen. Am 29. August empfängt der Hauptstadt-Club zum Liga-Auftakt Eintracht Frankfurt.

«Ich bin zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen einige Verpflichtungen geben wird», kündigte Lustrinelli an. Bislang hat Union mit den Verteidigern Zeno van den Bosch (Royal Antwerpen) und Marvin Friedrich (Borussia Mönchengladbach) sowie dem Ivorer Emmanuel Latte Lath (Atlanta United FC) erst drei Neuzugänge verpflichtet.

Verblasst das Erbe von Urs Fischer?

Und die wenigen Spieler, die Lustrinelli momentan zur Verfügung hat, müssen sich umstellen. Eine zentrale Neuerung: Der 50-Jährige setzt auf Vierer- statt Fünferkette und will offensiveren, attraktiveren Fußball mit höherem Pressing spielen. Also weg vom Urs-Fischer-Erbe, dessen Spielphilosophie auf defensiver Disziplin basierte. «Ich will ein geiles Projekt bei Union aufbauen», beschrieb Lustrinelli seine Vorstellung von Fußball.

In Österreich hat der Schweizer nun eine Woche Zeit, um seinen Plan weiter voranzutreiben. Auf dem Programm steht unter anderem das Vorbereitungsspiel gegen Aris Limassol FC am Sonntag.