Die Berliner hatten den zehnten Titel in Folge geholt.
Die Berliner hatten den zehnten Titel in Folge geholt. Foto: Georg Wendt/dpa

Berlin (dpa) – Bei den Berlin Volleys gibt es nach der zehnten deutschen Meisterschaft in Folge im Sommer einen größeren Umbruch. Neben Star-Diagonalangreifer Jake Hanes werden mindestens sechs weitere Spieler den Hauptstadtclub verlassen, darunter Publikumsliebling Nehemiah Mote und Nationalspieler Moritz Reichert. Das wurde auf der Saisonabschlussfeier der Berliner verkündet. Kapitän Ruben Schott und Nationalspieler Florian Krage-Brewitz, der von der Liga als wertvollster Spieler ausgezeichnet worden war, bleiben der Mannschaft dagegen erhalten.

Vom Liga-Konkurrenten VfB Friedrichshafen kommt der Mittelblocker Louis Kunstmann nach Berlin. Libero Erik Shoji, der bereits von 2014 bis 2016 für den Rekordmeister spielte, kehrt zurück.


Die Volleys hatten die Finalserie gegen den Rivalen SVG Lüneburg am Mittwoch souverän 3:0 gewonnen und sich den zehnten Titel in Serie gesichert. Insgesamt verlief die Spielzeit aber durchwachsen. «Wir tun alles dafür, dass es eine Wackelsaison wie diese hoffentlich nicht wieder geben wird. Man muss nicht alle Titel gewinnen, aber wir wollen uns nicht noch einmal so oft während einer Saison ärgern müssen», sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand.

Unklar ist noch, wer in der kommenden Spielzeit als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen wird. Interimstrainer Alexandre Leal war in den Playoffs aus dringenden familiären Gründen zurückgetreten, wobei Niroomand eine Rückkehr in Aussicht stellte. Markus Steuerwald, der das Team nach der überraschenden Aufgabe von Leal zur Meisterschaft geführt hatte, trainiert in der kommenden Saison die Helios Volleys Giesen.