Die Polizei ist mit Dutzenden Einsatzkräften in Lichterfelde. (Symbolbild)
Die Polizei ist mit Dutzenden Einsatzkräften in Lichterfelde. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa

Berlin (dpa/bb) – Nach dem Stromausfall im Südwesten Berlins wegen eines Kabelbrands ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 6.45 Uhr von einem Zeugen zu dem Brand in Lichterfelde alarmiert worden. Dort sollen mehrere Kabel einer Kabelbrücke gebrannt haben, hieß es in einem Post auf X. Nach Angaben der Feuerwehr brannte zunächst ein Baucontainer unter der Kabeltrasse, die über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde führt.

Ein Sprecher der Polizei sagte am Brandort: «Die Kriminalpolizei wird jetzt hier die weiteren Ermittlungen übernehmen und je nachdem, wie die Ermittlungen weitergehen, was wir für Erkenntnisse gewinnen, ist es dann auch noch möglich, dass das Landeskriminalamt und der Staatsschutz in diese Ermittlungen eingeschaltet wird.»


Auf die Frage nach einem möglichen politischen Hintergrund sagte er: «Wir sind ganz am Anfang der Ermittlungen. Da müssen wir den weiteren Werdegang jetzt erst mal abwarten. Es geht jetzt hier am Ort darum, die Erkenntnisse zu verdichten. Eine Tatortgruppe des Landeskriminalamtes wird jetzt hier zum Einsatz kommen und wir werden dabei auch Drohnentechnik einsetzen.»

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell gelöscht. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 160 Kräften im Einsatz. Die Kabelbrücke zum Kraftwerk liegt in unmittelbarer Nähe einer Kleingartenanlage. Der Umkreis war abgesperrt. 

Der Stromausfall betraf am Vormittag nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin bis zu 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe. Wann der Strom wieder fließt, ist nach Angaben eines Sprechers unklar.