
Berlin (dpa/bb) – Ein stillliegendes Frachtschiff hat im Bezirk Treptow-Köpenick gebrannt. Die Kabine und der Steuerstand des Schiffes auf der Spree in Oberschöneweide etwas nördlich vom Fährterminal Baumschulenstraße standen am Morgen in Vollbrand, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Passanten hätten am Morgen Rauch und Flammen am Heck bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
Sie war mit einem großen Aufgebot mit 84 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz sei sehr personalintensiv und kräftezehrend gewesen, sagte der Sprecher. Wegen der Stahlkonstruktion des Schiffes wurde die entstandene Hitze stark gespeichert. Für die Einsatzkräfte sei das sehr belastend, sodass sie häufig durchgetauscht werden müssten, um nicht in die Überhitzung zu kommen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sagte der Sprecher.
Unter den Einsatzkräften waren auch Spezialkräfte des Wasserrettungsdienstes. Die Feuerwehr war mit 27 Fahrzeuge inklusive 2 Booten im Einsatz. Auch 12 sogenannte Pressluftatmer, also Atemschutzgeräte, wurden benutzt. Das Feuer wurde von mehreren Seiten mit Wasser aus einem Hydranten und aus der Spree gelöscht. Die Wasserrettungsdienste des ASB und der DLRG unterstützten den Einsatz. Die Feuerwehr war gegen 7.01 Uhr alarmiert worden. Am Vormittag liefen noch Nachlöscharbeit.
Da es Hinweise gegeben habe, dass das stillliegende, große Schiff teilweise von Obdachlosen genutzt werde, sei auch der Rettungsdienst alarmiert worden. Beim Absuchen des gesamten Schiffes sei aber niemand gefunden worden.