Nach Verlusten im Vorjahr profitiert Verbio von hohen Kraftstoffpreisen. (Archivbild)
Nach Verlusten im Vorjahr profitiert Verbio von hohen Kraftstoffpreisen. (Archivbild) Foto: Christophe Gateau/dpa

Leipzig/Zörbig/Schwedt (dpa) – Der Biokraftstoffhersteller Verbio will nach dem starken vergangenen Geschäftsjahr weiter wachsen. Vorstandschef Claus Sauter will den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr weiter steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Ziel ist demnach ein Ergebnis vor Steuern von bis zu 250 Millionen Euro bis Ende Juni kommenden Jahres. Zugleich soll die Verschuldung des Konzerns deutlich sinken. Helfen sollen dabei vor allem höhere Beiträge im Bioethanol- und Biomethangeschäft. 

Verbio hat seinen Verwaltungssitz in Leipzig. Das Unternehmen produziert in Zörbig und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt sowie in Schwedt und Pinnow in Brandenburg unter anderem Bioethanol und Biodiesel aus Biomasse. Weitere Standorte betreibt das Unternehmen in Ungarn, den USA und Kanada und in Asien. Im Geschäftsjahr 2025/26 hatte der Konzern im Zuge des Iran-Kriegs von stark gestiegenen Preisen an den Zapfsäulen profitiert. Das operative Ergebnis stieg endgültigen Berechnungen zufolge mit knapp 194 Millionen Euro auf mehr als das Dreizehnfache des Vorjahreswertes. Der Umsatz legte um fast ein Fünftel auf 1,87 Milliarden Euro zu. 


Unter dem Strich verdiente Verbio 64 Millionen Euro, nach einem Verlust von fast 138 Millionen im Vorjahr. Seinerzeit hatten noch rückläufige Kraftstoffpreise den Leipzigern stark zugesetzt. Nach einer Nullrunde soll es nun für die Aktionäre wieder eine Dividende von 20 Cent je Aktie geben. Die Aktie gab am Donnerstag auf der Handelsplattform Tradegate vorbörslich zuletzt etwas mehr als zwei Prozent nach. Am Mittwoch war der Kurs noch knapp fünf Prozent gestiegen.