In der Einzelkategorie «Steuern» schneidet Brandenburg der Auswertung zufolge besonders gut ab, bei der Leistungsfähigkeit der Verwaltung schlecht. (Symbolbild)
In der Einzelkategorie «Steuern» schneidet Brandenburg der Auswertung zufolge besonders gut ab, bei der Leistungsfähigkeit der Verwaltung schlecht. (Symbolbild) Foto: Soerren Stache/dpa/ZB

München (dpa) – Brandenburg hat bei einem Ranking zur Attraktivität der Bundesländer für Familienunternehmen insgesamt eine mittlere Platzierung erzielt. In der Einzelkategorie «Steuern» schneidet es jedoch besonders gut ab, bei der Leistungsfähigkeit der Verwaltung schlecht, wie aus dem Bundesländer-Vergleich des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervorgeht.

Brandenburg unterliege durch seine geografische Nähe zu Berlin und seine dünne Siedlungsstruktur besonderen Anreizen, niedrige Unternehmenssteuern zu setzen, um Berliner Firmen abzuwerben, so das ZEW. Der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz etwa sei hier am niedrigsten.


Die Ökonomen untersuchten für die Auswertung der Standort-Qualitäten aus Sicht von Familienunternehmen insgesamt fünf Faktoren: Neben «Steuern» sind das «Arbeit und Humankapital», «Finanzierung», «Infrastruktur» und «Institutionen».

Brandenburg schneidet bei Verwaltungsleistungen schlecht ab

Ganz hinten liegen in der Kategorie «Institutionen» Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wie es hieß. In den Berechnungen stehe die Leistungsfähigkeit der Verwaltung im Vordergrund – etwa Bürger- und Wirtschaftsfreundlichkeit durch rasche und unbürokratische Zugänge und digitale Innovationen.

Sachsen hat Bayern in der Gesamtbewertung als attraktivstes Bundesland für Unternehmen übertrumpft. Die Ökonomen sehen Sachsen insbesondere bei den Faktoren «Arbeit und Humankapital», «Finanzierung» und «Infrastruktur» gut aufgestellt, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit.