
Spremberg (dpa) – Unbekannte haben kurz vor dem Heimatfest in Spremberg in der Lausitz unzählige Aufkleber auf Schildern und Gebäuden hinterlassen. Die Stadt setzte zur Aufklärung eine Belohnung von 1.000 Euro aus, wie sie mitteilte. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) reagierte entsetzt – gerade mit Blick auf das bis Montag dauernde Heimatfest, zu dem bis zu 35.000 Gäste erwartet werden.
Die Stadt sprach von Aufklebern des Fußballvereins FC Energie Cottbus. Auf Stickern war unter anderem das Wort «Ultras» und «Energie-Revier» zu lesen.
Die Stadtverwaltung schilderte, dass Unbekannte in der Nacht zum Freitag im gesamten Stadtgebiet eine Vielzahl von Aufklebern an öffentlichen Einrichtungen, Verkehrszeichen, privaten Gebäuden sowie an eigens für das Heimatfest aufgestellten Orientierungsschildern angebracht hätten. «Damit wurde das Stadtbild erheblich beeinträchtigt und erheblicher Sachschaden verursacht.» Mit großem personellem und finanziellem Aufwand müssten mehrere hundert Aufkleber im weitläufigen Festgelände entfernt werden.
Sprembergs Bürgermeisterin sagte: «Während Hunderte Menschen ehrenamtlich und hauptamtlich daran arbeiten, unsere Stadt zum Heimatfest im Rahmen des 725. Stadtjubiläums von ihrer besten Seite zu zeigen, haben wenige Unbekannte innerhalb einer Nacht bewusst das Gegenteil bewirkt.» Die Täter sollten sich fragen, wem sie mit ihrem Verhalten tatsächlich helfen. «Sicher nicht dem FC Energie Cottbus, sicher nicht der Lausitz und ganz bestimmt nicht den Bürgerinnen und Bürgern, die nun für die Beseitigung der Schäden aufkommen müssen.»
Immer wieder kommt es in Städten zu Klebe-Aktionen. In Spremberg hatte die Bürgermeisterin im vergangenen Sommer Schmierereien, verfassungsfeindliche Symbole und Sachbeschädigungen beklagt. Sie warnte zugleich vor einem erstarkenden Rechtsextremismus in der Stadt in der Lausitz und rief dazu auf, gemeinsam dagegen vorzugehen.
