
Berlin (dpa/bb) – Erneut ist eine Schwimm-Demo für Donnerstag in Berlin-Mitte geplant. Dazu aufgerufen hat der Verein Flussbad. Das Baden im Spreekanal ist seit rund 100 Jahren verboten. Dagegen wendet sich der Verein, der das Baden in dem Fluss auch zum Wahlkampfthema vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September machen will.
Politiker mehrerer Parteien werden am Nachmittag (17.00 Uhr) zu einer Kundgebung am Schinkelplatz erwartet, wie der Verein Flussbad ankündigte. Danach wollen Schwimmer auch in den Spreekanal steigen.
Die Volksbühne, die ein temporäres Schwimmbad aufgebaut hat, unterstütze die Badeaktion in der Spree, hieß es. Das temporäre Schwimmbad vor dem Theater bleibt aus Solidarität mit den Demonstranten am Donnerstag für den öffentlichen Betrieb geschlossen.
«Angesichts der Folgen des Klimawandels öffnen viele europäische Metropolen ihre Flüsse wieder für die Bevölkerung und investieren in Wasserqualität, Sicherheit und öffentliche Zugänge», sagte Vereinsvorstand Jan Edler. Sicheres Schwimmen sei bereits heute im Spreekanal möglich. Es brauche den politischen Willen, dieses Potenzial für das Gemeinwohl zu nutzen, so Edler. Ein Ziel des Vereins ist die Einrichtung einer Pilotbadestelle im Spreekanal.