Die Polizei stoppte den flüchtenden Fahrer in Berlin unter anderem mit Schüssen.
Die Polizei stoppte den flüchtenden Fahrer in Berlin unter anderem mit Schüssen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa) – Nach der Verfolgungsjagd durch Berlin-Köpenick, an deren Ende Schüsse fielen, wird der mutmaßliche Autodieb einem Richter vorgeführt. Der Richter soll entscheiden, ob Haftbefehl gegen den Mann erlassen wird, wie die Polizei mitteilte. Demnach soll der Mann heute vorgeführt werden. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Diebstahls, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und illegalen Fahrzeugrennens.

Verfolgungsjagd zum Stadion An der Alten Försterei

Der 35-Jährige stahl laut Polizei am Mittwochmittag in der Wendenschloßstraße einen Lieferwagen, der dort mit laufendem Motor und unverschlossen abgestellt worden war. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Auf der Flucht verursachte der Verdächtige mehrere Unfälle. Im Mellowpark soll er einen Radfahrer angefahren haben, der leicht verletzt wurde.


Auf dem Parkplatz des Stadions An der Alten Försterei endete die Fahrt. Die Polizei blockierte den Ausgang, der Verdächtige versuchte durch ein Fußgängertor zu flüchten und stieß dabei gegen einen Polizeiwagen und eine Baustellenampel. Der Fahrer weigerte sich auszusteigen. Als die Polizei die Beifahrerscheibe einschlagen wollte, gab der Mann Gas.

Schüsse auf Wagen

Die Polizei schoss auf den Wagen, der Verdächtige blieb dabei unverletzt. Nach dem Einsatz eines Tasers konnte der Mann aus dem Wagen gezogen und festgenommen werden. Dabei leistete er laut Polizei erheblichen Widerstand und zog sich eine Schnittverletzung zu. Auch ein Polizist wurde bei der Festnahme verletzt.

Der 35-Jährige wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, um zu prüfen, ob der Mann möglicherweise unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Danach wurde er in Gewahrsam genommen. Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, dass der Radfahrer schwer verletzt wurde.