Katherina Reiche warnt vor einer von den Linken geplanten Regierung in der Bundeshauptstadt. (Archivfoto)
Katherina Reiche warnt vor einer von den Linken geplanten Regierung in der Bundeshauptstadt. (Archivfoto) Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin (dpa) – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) befürchtet bundesweite Wachstumseinbußen bei einer von der Linken geführten Regierung in Berlin. «Das, was die Linke hier in Berlin vertritt und die Personen, die sie repräsentieren, ist nicht nur gefährlich für Berlin, sondern für unser Land», sagte sie der «Bild am Sonntag». «Es ist eine Gefahr für den Investitionsstandort und den Wirtschaftsstandort Deutschland.» 

Investoren schauten genau darauf, ob es Deutschland mit dem Schutz von Eigentum und Freiheit ernst meine. Sie sagte insbesondere mit Blick auf SPD und Grüne: «Und deshalb dürfen zwei andere Parteien, die die Linke brauchen würde, um zur Macht zu kommen, auf gar keinen Fall die Hand zur Machtergreifung hier erreichen.» 


Sie sei aufgewachsen in der DDR, sagte Reiche: «Ich habe aus eigenem Erleben gesehen, wie Familienbetriebe nach Verstaatlichung, nach Enteignung runtergewirtschaftet wurden. Enteignung, Sozialismus oder gar Kommunismus führen zu Verarmung, Verelendung, Totalitarismus.»

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September war die Linke mit Abstand stärkste Kraft geworden. Sie setzt nun auf eine rot-grün-rote Koalition. Wenn es dazu kommt, könnte sie mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals eine Regierende Bürgermeisterin in Berlin stellen. Die Linke hatte die Wohnungskrise zum zentralen Thema im Wahlkampf gemacht. Sie will große Wohnungskonzerne vergesellschaften und hat einen Mietendeckel auch für die landeseigenen Wohnungsunternehmen versprochen.