
Potsdam (dpa/bb) – Das Hans Otto Theater in Potsdam feiert den 20. Geburtstag seines Standorts am Tiefen See. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) bezeichnet das Gebäude als «ein offenes Haus für eine offene Gesellschaft». «Dieses Theater zeigt seit 20 Jahren, dass Offenheit, Vielfalt und Fantasie eine Gesellschaft stärker machen», sagte Schüle anlässlich einer Feier am Samstag. Das Theater trägt den Namen des Schauspielers und Widerstandskämpfers Hans Otto, der 1933 umgebracht wurde.
«Das Theater ist das Herzstück unseres Kunst- und Kulturquartiers Schiffbauergasse», sagte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Der Bau mit Glasfoyer und schalenförmigen Dächern – die Hauptspielstätte – wurde vom Kölner Architekten Gottfried Böhm entworfen. Seit 2018/19 leitet Bettina Jahnke das Theater, das Schauspiel, Musiktheater sowie Kinder- und Jugendtheater bietet.
Im Jahr 1795 wurde unter König Friedrich Wilhelm II. ein Königliches Schauspielhaus eröffnet, das «Kanaloper» genannt wurde. 1945 brannte das Theater aus. Es wurde neu gegründet mit provisorischem Spielort. Die Ruine des alten Theaters wurde 1966 gesprengt. Der Wiederaufbau verzögerte sich. Ein fertiger Rohbau am Alten Markt wurde 1991 abgerissen – er passte nicht mehr ins städtebauliche Konzept. Ein provisorisches Theater («Blechbüchse» genannt) schloss dann mit Eröffnung des Baus am See.
