In Potsdam wurden vermehrt Wildschweine gesichtet. (Archivbild)
In Potsdam wurden vermehrt Wildschweine gesichtet. (Archivbild) Foto: Paul Zinken/dpa

Potsdam (dpa/bb) – In Potsdam treiben sich immer mehr Wildschweine innerhalb der Stadt herum. «In den vergangenen Wochen wurden vermehrt Wildschweine im Potsdamer Stadtgebiet beobachtet», hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Die Tiere würden sich demnach in «Wohngebieten, Grünanlagen und auf sonstigen öffentlichen Flächen» aufhalten. 

Bei «zunehmenden Störungen in ihren natürlichen Rückzugsräumen» würden die Schweine immer weiter in das Stadtgebiet ausweichen, erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Bürger sollten ausreichend Abstand zu Wildschweinen halten und nicht versuchen, die Tiere zu vertreiben. Füttern sei ebenso wenig angebracht. «Nähern Sie sich insbesondere Frischlingen nicht, da Bachen ihre Jungtiere verteidigen können.»


«Bitte melden Sie auch tot aufgefundene Wildschweine, damit wir diese vorsorglich auf Schweinepest untersuchen können», sagte Potsdams Amtstierarzt Guido Schielke. Die Hinweise ermöglichten es, die Situation fortlaufend zu bewerten und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einzuleiten. «Dabei steht sowohl der Schutz der Bevölkerung als auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den Wildtieren im Vordergrund.»

Seit langem schon ärgern gefräßige Wildschweine die Menschen in Kleinmachnow, dicht an der Potsdamer Stadtgrenze. Bilder und Videos von plündernden Wildschweinen in Wohngebieten hatten zuvor immer wieder in sozialen Medien die Runde gemacht. Zudem kam Kleinmachnow in die Schlagzeilen, weil die Polizei im Sommer 2023 einer Löwin hinterherjagte, die sich dann als Wildschwein herausstellte. Zuletzt wurde eine Online-Plattform eingeführt, über die Bewohner der Gemeinde ihre Wildschwein-Sichtungen melden können – auch direkt vom Handy aus.