
Potsdam (dpa/bb) – Wegen eines IT-Sicherheitsproblems hat die Landeshauptstadt Potsdam vorsichtshalber einige Online-Dienste vom Netz genommen. Folgende Dienstleistungen seien deshalb im Internet nicht erreichbar, teilte die Stadt mit: Terminverwaltung, Einwohner-Meldeabfrage, KfZ-Dienste, Gewerbeanmeldungen, Kita-Portal, Geo-Portal und das Ratsinformationssystem sowie einzelne Webseiten wie etwa die der Volkshochschule.
Hintergrund sei eine weltweite Sicherheitslücke in einem IT-Programm, hieß es. «Wir stehen im Kontakt mit dem Anbieter der betroffenen Netzwerkplattform, der mit Hochdruck an der Behebung des Problems arbeitet», teilte eine Sprecherin mit. «Sobald die Sicherheitslücke herstellerseitig geschlossen ist, werden wir die Dienstleistungen gesichert wieder hochfahren.»
Hilfe gibt es vorerst vor allem am Telefon über die 115
Bürgerinnen und Bürger können die Behördennummer 115 anrufen, um Termine im Bürgerservicecenter sowie der KfZ-Zulassungsstelle zu vereinbaren, wie die Stadt mitteilte. Wie lange die Abschaltung dauern wird, war zunächst nicht klar.
Zuletzt hatte im August ein Cyberangriff auf Teile des Datennetzes der Berliner Verwaltung für Aufsehen gesorgt. Eine Hacker-Gruppe erpresste das Land und forderte 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten mindestens 1,2 Millionen Datensätze nach Ablauf ihres Ultimatums im Darknet, einem nicht ohne Weiteres zugänglichen Teil des Internets.
