Die Täter sollten noch heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. (Symbolbild)
Die Täter sollten noch heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. (Symbolbild) Foto: Malin Wunderlich/dpa

Berlin (dpa/bb) – Zwei mutmaßliche Trickbetrüger haben die Polizei auf sich aufmerksam gemacht und sind auf frischer Tat in Berlin-Rudow gestellt worden. Ein 91-Jähriger erhielt nach Polizeiangaben am Mittwochnachmittag einen Schockanruf, in dem behauptet wurde, dass die Tochter des Mannes einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind tödlich verletzt worden sei. 

Den Angaben zufolge wurde eine sechsstellige Summe verlangt, um zu verhindern, dass die Tochter ins Gefängnis müsse. Zudem drohte der Anrufer damit, dass die Familie des vermeintlich verstorbenen Kindes die Tochter des Mannes umbringen wolle, sollte er den geforderten Geldbetrag nicht zahlen.


Polizisten fiel ungewöhnlich fahrendes Auto auf

Etwa zwei Stunden danach fiel einer Zivilstreife ein ungewöhnlich fahrendes Auto auf. Die Streife verfolgte den Wagen zum Wohnhaus des 91-Jährigen. Dort stieg ein 59 Jahre alter Mann aus, während ein 42-Jähriger im Fahrzeug blieb. Durch ein geöffnetes Fenster nahm der 59-Jährige einen Umschlag entgegen. Nach der Übergabe nahmen die Zivilkräfte die beiden Männer fest. 

Bei der anschließenden Durchsuchung der Tatverdächtigen stellten die Einsatzkräfte Gold und Bargeld im fünfstelligen Bereich sicher, das dem 91-jährigen Mann zugeordnet werden konnte. Die mutmaßlichen Betrüger sollen heute noch einem Ermittlungsgericht zur Prüfung von Haftbefehlen vorgeführt werden.