
Berlin (dpa/bb) – Nach einem großen Einsatz an einem besetzten Haus in Berlin-Friedrichshain will die Polizei das Gebäude nun genau im Blick behalten. Der Bereich in der Gürtelstraße sei im Fokus der Polizei, es gebe eine erhöhte Streifentätigkeit, sagte eine Sprecherin.
Nach Angriffen auf Bauarbeiter hatte die Polizei das große Gebäude am Donnerstag durchsucht und sechs Besetzer zur Feststellung ihrer Identitäten vorübergehend festgenommen. Die sechs Menschen seien wieder entlassen worden, so die Polizei.
Das ehemalige Hostel steht laut Polizei leer und wird derzeit besetzt. Bei Bauarbeiten an dem Gebäude wurden am Mittwoch zwei Arbeiter mit Urin übergossen und bei Angriffen verletzt. Ein Mann wurde von einer Glasflasche am Kopf getroffen, der andere erlitt Verletzungen im Gesicht durch Glassplitter. Bauarbeiter und Wachleute hatten demnach ausgesagt, sie seien im Verlauf der Arbeiten mehrfach angegriffen worden.
Die Polizei betonte am Donnerstag, der Einsatz mit rund 200 Beamten sei keine Räumung, sondern eine Durchsuchung. Die Polizisten fanden Schlagwerkzeuge, Schreckschusswaffen und Flaschen mit Urin, die mit Pyrotechnik versehen waren. Die Polizei ordnete einen vorübergehenden Baustopp an, um weitere Eskalationen zu verhindern.
