
Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Polizei hat eine erste positive Bilanz der großen Techno-Parade «Rave The Planet» im Berliner Tiergarten gezogen. Das Event verlief bislang «störungsarm in Relation zur Zahl der Teilnehmenden», wie ein Polizeisprecher am Abend auf dpa-Anfrage sagte. Mehrere Zehntausend Menschen feierten im Großen Tiergarten im Bereich zwischen Großem Stern und Brandenburger Tor bei der Party-Demo.
Nach Angaben des Sprechers gab es keine besonderen Vorkommnisse. Vereinzelt habe es Straftaten gegeben, darunter Betrugsdelikte, Beleidigungen, Bedrohungen, gefährliche Körperverletzungen oder Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bis zum Veranstaltungsende gegen 22.00 Uhr gab es nach Angaben des Sprechers 39 vorübergehende Festnahmen.
Auch die Feuerwehr sprach von einer «noch recht entspannten Lage». Bis zum Abend habe es für die Helfer Einsätze im niedrigen zweistelligen Bereich gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher etwa eine Stunde vor Veranstaltungsende. In diesen Fällen brachte der Rettungsdienst Menschen in umliegende Kliniken. Die Feuerwehr unterstützt bei der Techno-Parade einen Sanitätsdienst des Veranstalters. Nach eigenen Angaben sind dafür rund 200 Helfer zusätzlich zu den üblichen etwa 600 Kräften im Dienst.
Erste Großveranstaltung nach CSD-Anschlag
Das als Demonstration angemeldete Spektakel war die erste Großveranstaltung in Berlins Mitte nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) vor drei Wochen. Es fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt, die Polizei bot 1.500 Einsatzkräfte, Hubschrauber und Drohnen auf.
Straßen und Wege in der Umgebung waren weiträumig gesperrt und teils mit Pollern gesichert. Eine weitere Herausforderung war die große Hitze mit um die 35 Grad im Schatten.
Ganz in der Nähe der Partymeile war am 25. Juli ein islamistischer Attentäter mit einem Van in eine Menschengruppe gefahren und hatte anschließend vermutlich mit einer Machete Anwesende attackiert. Bei dem Anschlag wurden eine Frau getötet und mindestens 31 Menschen zum Teil schwer verletzt.
