Viele Flüsse in Brandenburg führen derzeit Niedrigwasser. (Symbolbild)
Viele Flüsse in Brandenburg führen derzeit Niedrigwasser. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Nicht nur in Brandenburgs Flüssen beobachten Experten derzeit besonders niedrige Pegelstände. Der Wassermangel könne beispielsweise auch an den flächendeckend niedrigen Grundwasserständen und extrem niedrigen Seewasserständen abgelesen werden, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt. In vielen Seen gebe es aktuell Allzeit-Tiefststände. 

«Auch wenn wir im Sommer regelmäßig Niedrigwasserphasen erleben, ist die Dauer und räumliche Ausdehnung momentan besonders», betonte der Sprecher bereits vor einigen Tagen. Der Abflusswert der Flüsse unterschreite vielerorts die Warnstufe, was über einen längeren Zeitraum zu Schäden am Ökosystem der jeweiligen Flüsse führen könne.


Großes Sorgenkind ist derzeit die Spree. Sie führt so wenig Wasser, dass die Verantwortlichen mit Blick auf die Wasserversorgung in Berlin, Brandenburg und Sachsen alarmiert sind. Eine kurzfristig einberufene länderübergreifende Arbeitsgruppe soll nun Maßnahmen abstimmen, um die Wassermenge wieder zu erhöhen, wie das Landes-Umweltamt mitteilte.

«Die Klimamodelle sagen für Brandenburg etwa gleichbleibende Jahresniederschlagsmengen voraus. Aber sie prognostizieren auch höhere Temperaturen, erhöhte winterliche Niederschläge und sommerliche Starkniederschlagsereignisse», sagte der Sprecher. 

Kurze, intensive Niederschläge würden nur oberflächlich abfließen und nur in geringem Maße in die Böden versickern. «Der Niederschlag wird somit weder im Boden gespeichert noch erreicht er das Grundwasser.»