Für Füchse-Trainer Nicolej Krickau und sein Team läuft es aktuell nicht rund. (Archivbild)
Für Füchse-Trainer Nicolej Krickau und sein Team läuft es aktuell nicht rund. (Archivbild) Foto: Ronny Hartmann/dpa

Berlin (dpa/bb) –  Nach der dritten Niederlage in Folge wollen die Füchse Berlin die Ursachen für die Ergebnisdelle möglichst schnell beheben. Beim ungarischen Spitzenteam Veszprém HC verlor der Hauptstadtclub in der Champions League 35:39, nachdem es zuvor gegen Lemgo und Flensburg zwei bittere Niederlagen mit jeweils nur einem Tor Unterschied gegeben hatte. 

Den Berlinern scheint ein wenig der Killerinstinkt abhandengekommen zu sein. «Wir müssen daran arbeiten, dass wir auch die letzten Details auf unsere Seite bekommen», sagte deshalb Trainer Nicolej Krickau. Das sind aktuell die größten Probleme:


Die Schwankungen sind zu groß

Es fehlt vor allem an Konstanz im eigenen Spiel. Zu stark sind die Schwankungen in allen Mannschaftsteilen. In Veszprém ging bei den Füchsen in der ersten Halbzeit kaum etwas. In der zweiten Hälfte waren sie plötzlich ebenbürtig. Gegen Lemgo hingegen war es die Schlussphase, in der eine Vier-Tore-Führung verspielt wurde. «Wir hatten ein paar Leistungen in den letzten Wochen, die nicht unser Niveau waren», gestand Kapitän Max Darj. Aber selbst gute Auftritte – wie in Flensburg – gingen verloren.

Es hapert bei der Chancenverwertung

Die Füchse werfen zwar regelmäßig über 30 Tore pro Partie, ließen in den letzten Spielen aber auch viele Chancen liegen. Ungewohnt für den sonst so offensivstarken Pokalsieger. Aber diese Tore brauchen sie, denn in der Abwehr kassieren sie oft zu viele. «Die Stabilität in der Abwehr wird zwar nie unser Prunkstück sein. Aber es muss trotzdem deutlich werden, dass wir uns Woche für Woche verbessern», sagte Krickau. Zu sehr sei die Gegentorbilanz von der Tagesform der Torhüter abhängig.

Viele Verletzte

Wenig hilfreich bei der Suche nach mehr Konstanz ist auch die dünne Personaldecke. Der gerade erst Anfang Oktober aus langer Verletzungspause zurückgekehrte Nationalspieler Nils Lichtlein fiel gegen Veszprém wegen Schulterproblemen erneut aus. Und als dann noch Matthes Langhoff früh die Rote Karte sah, standen wieder nur noch drei Rückraumspieler zur Verfügung. Verletzungen sind für den kleinen Kader Gift. Da fehlt gerade am Ende der Spiele die Kraft.

Deshalb brauchen die Füchse schnell Erfolgserlebnisse. Am besten schon am Sonntag in der Bundesliga gegen Schlusslicht HSG Wetzlar (16.30 Uhr/Dyn).