
Berlin (dpa/bb) – Am vierten Tag nach dem Eisregen in Berlin fahren immer noch nicht alle Straßenbahnen wieder. Auch am frühen Morgen hieß es bei den Berliner Verkehrsbetrieben BVG bei einer Reihe von Tramlinien weiterhin: «Aufgrund vereister Oberleitungen fällt die Fahrt aus. Bitte nutzen Sie wenn möglich die S+U Bahn und den Bus.» Einige Stadtteile wie Hohenschönhausen, Ahrensfelde und Mahlsdorf seien nach wie vor abgeschnitten, wie ein BVG-Sprecher dem Sender RBB sagte.
Genaue Informationen zu allen Linien mit Ausfällen und Unterbrechungen wegen der vereisten Stromleitungen gibt es auf der BVG-Internetseite. Wann wieder alle Straßenbahnen fahren, teilte die BVG bisher nicht mit.
Am Mittwochabend sprach die BVG davon, dass gut zwei Drittel des Tramnetzes wieder befahren werde. In der Nacht zu Donnerstag sollten weiterhin Teams durchgehend im Einsatz sein, um Stromleitungen, Gleise und Weichen freizuhalten.
BVG: Beispiellose Lage
Am frühen Montagmorgen war wegen der vereisten Oberleitungen das ganze Berliner Straßenbahnnetz stillgelegt worden. Die BVG sprach von einer beispiellosen Lage. Das dicke Eis von den Stromleitungen musste über weite Strecken mit Handarbeit entfernt werden.
Auch zahlreiche Wege und Plätze in Berlin sind weiterhin vereist und sehr glatt. Auf manchen großen Plätzen sind zum Teil nur schmale Wege teilweise geräumt oder mit Splitt bestreut. Auf den anderen Teilen der Flächen hält sich das Eis hartnäckig. Zuständig ist hier die Berliner Stadteinigung BSR.
Die Gehwege vor Wohnhäusern müssen hingegen von den Hausbesitzern oder Verwaltungen geräumt werden. Die meisten großen Straßen in Berlin sind frei von Eis und Schnee, weil die BSR hier im Unterschied zu den Plätzen und Wegen auch Salz zum Auftauen streuen darf. Auf vielen Radwegen sieht es hingegen nicht so gut aus.
