Plädoyers wären dann ab Montag (29. Juni) möglich. (Archivbild)
Plädoyers wären dann ab Montag (29. Juni) möglich. (Archivbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin (dpa/bb) – Fast ein Jahr nach Beginn steuert der Mordprozess gegen einen Palliativarzt in Berlin auf das Ende zu. Heute (9.30 Uhr) soll die Verhandlung mit dem Gutachten der psychiatrischen Sachverständigen fortgesetzt werden. Dabei geht es um ihre Einschätzung zur Persönlichkeit und Schuldfähigkeit des 41 Jahre alten Angeklagten. Danach könnte aus Sicht des Gerichts die Beweisaufnahme geschlossen werden, wie die Vorsitzende Richterin Sylvia Busch am Dienstag erklärte. 

Plädoyers wären dann ab Montag (29. Juni) möglich. Offen ist allerdings, ob es doch noch zu einer Erklärung des Palliativarztes zu den Vorwürfen kommen könnte. Der Deutsche steht seit Juli 2025 vor dem Landgericht Berlin. Er wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem promovierten Mediziner Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen vor. 


Parallel laufen Ermittlungen zu weiteren Fällen

Die Behörde hat zunächst 15 Fälle im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 in Berlin angeklagt. In einigen Fällen soll der Arzt Brände gelegt haben, um die Taten zu vertuschen. 

Parallel zu der Verhandlung vor dem Landgericht laufen die Ermittlungen zu derzeit 76 Fällen weiter, wie es von der Staatsanwaltschaft heißt. In dem Rahmen ist Ende April auch eine weitere Exhumierung erfolgt, wie ein Behördensprecher auf Anfrage mitteilte.