Burg (Spreewald) (dpa/bb) – Zum 133. Mal ist in Burg im Spreewald das traditionelle Hahnrupfen gefeiert worden. Bei dem sorbischen und wendischen Brauch versuchen Reiter in einem Wettkampf einem toten Hahn den Kopf abzureißen. Dieser hängt kopfüber in einer mit Eichenlaub geschmückten Pforte, durch die die Teilnehmer auf Pferden reiten. Der Sieger wird zum Erntekönig erklärt. Diejenigen denen es gelingt die Flügel zu erwischen, sind der zweite und dritte Erntekönig.
Erntekönig von Burg wurde der 18-jährige Fleischer-Azubi Max Lehmann, der auf dem Pferd Erwin ritt und den Kopf des toten Hahns zu fassen bekam. Bereits seine Eltern waren in der Burger Jugend aktiv, auch sein Vater ist beim Hahnrupfen geritten.
Es handelt sich mit dem Wettkampf in Burg um einen von mehreren lokalen Wettbewerben dieser Art. Ende September wird dann in einem weiteren Wettbewerb, dem «Superkokot», ein überregionaler Sieger gekürt.

