
Berlin (dpa/bb) – Gewalttaten mit Messern sind in Berlin weiterhin ein drängendes Problem. Allein am Sonntagabend und in der folgenden Nacht meldete die Polizei drei Angriffe mit schwer verletzten Männern.
Ein 30-jähriger Mann lief am Sonntagabend gegen 20.35 Uhr in Britz durch die Fennpfuhl-Parkanlage, als eine Gruppe ihn bedrohte und mit Pfefferspray besprühte. Als er flüchtete, stach ihn ein Angreifer mit einem Messer in das Gesäß. Zwei wartende Begleiter des Angegriffenen wurden ebenfalls besprüht. Die Täter flüchteten, der 30-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.
In Moabit wurde ein 28-jähriger Mann gegen 22.00 Uhr auf dem Gehweg vor einer Bar in der Turmstraße mit einer Stichverletzung in der Brust gefunden. Der mutmaßliche Täter flüchtete. Der Verletzte wurde von Polizisten und Sanitätern versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Die Polizei sucht nach Zeugen der Tat.
In der Nacht gegen 2.00 Uhr gingen vor einem Restaurant in Wedding ein 28-jähriger Mann und Jugendliche mit Messern aufeinander los. Bei dem Streit in der Torfstraße wurden Messer gezogen, die Polizei sprach von wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung zwischen dem Mann und einem 16-Jährigen. Der Jugendliche wurde am Oberkörper schwer verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Senat und Polizei versuchen seit längerem, die zunehmende Verbreitung und Gewalt mit Messern einzudämmen. Viele spezielle Formen von Messern wie bestimmte Klapp- und Springmesser sind grundsätzlich verboten, mehrere Verbotszonen an Orten mit viel Kriminalität auch für Alltagsmesser wurden im vergangenen Jahr bestimmt. Auch in Bahnen, Bussen und auf Bahnhöfen und in U-Bahnstationen sind Messer nicht mehr erlaubt.
