Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, ist der Roten Hilfe beigetreten. (Archivbild)
Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, ist der Roten Hilfe beigetreten. (Archivbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Berlin (dpa) – Nach Kritik an einer früheren Mitgliedschaft der Linken-Politikerin Elif Eralp in der sogenannten Roten Hilfe ist der Bundestagsfraktionschef Sören Pellmann dem Verein beigetreten. Der Linken-Politiker aus Leipzig bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Zur Begründung erklärte Pellmann der Deutschen Presse-Agentur: «Eine solche NGO ist wichtig, wenn es darum geht, dass es faire Gerichtsverfahren gibt, in denen sich Verfahrensbeteiligte durch Anwältinnen und Anwälte vertreten lassen können. Insbesondere auch dann, wenn sie sich diese nicht leisten können.»


Die Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die Linken-Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Elif Eralp, zeitweise Mitglied der Roten Hilfe war. Eralp trat 2025 aus. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete Eralp vor diesem Hintergrund als nicht geeignet für das Amt der Regierungschefin.

Landesverfassungsschutz: Größte linksextremistische Organisation

Der Landesverfassungsschutz erwähnt die Rote Hilfe im Jahresbericht 2025 als mit Abstand größte linksextremistische Organisation in Berlin. Nicht alle Mitglieder des Vereins verfolgten selbst verfassungsfeindliche Zielsetzungen, heißt es darin. Die Gegnerschaft der Organisation und ihrer Entscheidungsträger zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung sei jedoch ein Grund für die Beobachtung durch die Verfassungsschützer. 

Die Rote Hilfe versteht sich laut Satzung als «linke Schutz- und Solidaritätsorganisation» für alle, die aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt würden, wie der Verfassungsschutz in seinem Bericht erwähnt. «Sie unterstützt von Strafermittlungen Betroffene materiell und politisch. Ausschlaggebend ist allein die politisch linke Motivation der Tat.»