Beim Lese-Flashmob lesen Kinder ab 14.00 Uhr am Brunnen der Völkerfreundschaft am Alexanderplatz laut aus ihrem Lieblingsbuch vor. (Archivbild)
Beim Lese-Flashmob lesen Kinder ab 14.00 Uhr am Brunnen der Völkerfreundschaft am Alexanderplatz laut aus ihrem Lieblingsbuch vor. (Archivbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Berlin (dpa/bb) – Mit einem Lese-Flashmob am Alexanderplatz wollen die Berliner Bibliotheken für ein neues Gebäude für die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) demonstrieren. Gleichzeitig ist heute «Lies-ein-Buch-Tag» – ein wichtiger Anlass, um zu zeigen, wie wichtig funktionierende Bibliotheken für die Leseförderung und die Kulturlandschaft seien, teilte eine Sprecherin der ZLB mit. Berlin brauche auch in Zukunft gut ausgestattete Bibliotheken für die Leseförderung und die Kulturlandschaft. 

Beim Lese-Flashmob lesen Kinder ab 14.00 Uhr am Brunnen der Völkerfreundschaft am Alexanderplatz laut aus ihrem Lieblingsbuch vor. Daraus soll ein Lese-Orchester entstehen. Auf alle teilnehmenden Kinder warten kleine und große Überraschungen, moderiert wird von Tina Kemnitz. 


Ab 14.30 Uhr gibt es für eine Stunde eine Silent Reading Party, bei der alle in Gemeinschaft und trotzdem jeder Mensch für sich liest. Vor Ort könnten Bücher dazu ausgeliehen werden, auch für eine gemütliche Atmosphäre werde gesorgt, heißt es. Die Aktion des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlin (VÖBB) finde im Rahmen der Aktionswochen von #BerlinIstKultur statt, einem Aktionsbündnis gegen die Kürzungen im Kulturetat der Stadt.

Aktuell sei die ZLB auf zwei Häuser verteilt, die dringend sanierungsbedürftig und zu klein seien, heißt es von der ZLB. Sie brauche dringend ein neues Gebäude. Im aktuellen Galeria-Gebäude am Alexanderplatz gebe es ausreichend Fläche für das Warenhaus und die ZLB. Der Alexanderplatz könne zu einem neuen Kultur- und Bildungszentrum werden – mit einer zeitgemäßen Zentralbibliothek im heutigen Galeria-Gebäude, sagte Jonas Fansa, Direktor der ZLB. «Die Politik muss diese Gelegenheit jetzt ergreifen, denn unsere aktuellen Standorte platzen aus allen Nähten und sind marode.»