Teilnehmer einer Demonstration des  Bündnisses «Wir sind viele» forderten auf einem Plakat «1. Weltfrieden statt 3. Weltkrieg».
Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses «Wir sind viele» forderten auf einem Plakat «1. Weltfrieden statt 3. Weltkrieg». Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin (dpa/bb) – Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin unter dem Motto «Frieden, Freiheit und Grundrechte» demonstriert. Am frühen Nachmittag versammelten sie sich auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor. 

Zahlreiche Fahnen mit der Friedenstaube waren dort zu sehen. «Keine Waffen in Kriegsgebiete» war auf einem Transparent zu lesen, «Stoppt Nato-Kriege», «1. Weltfrieden satt 3. Weltkrieg» oder «Russland + Deutschland = Freundschaft» auf anderen.  


Nach einer Reihe von Redebeiträgen auf der Bühne am Brandenburger Tor sollte ein Demonstrationszug zum Alexanderplatz und wieder zurückführen. Dort war für den späten Nachmittag eine Abschlusskundgebung geplant. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis «Wir sind viele». 

Bündnis verlangt Kurswechsel in der Außenpolitik

Es fordert einen Kurswechsel in der Außen- und Sicherheitspolitik und einen Stopp von Rüstungsexporten. Das schließt auch Waffenlieferungen an die Ukraine mit ein, die vor rund viereinhalb Jahren von Russland angegriffen wurde. 

Nach Angaben der Berliner Polizei verlief die Kundgebung bis zum Nachmittag ohne besondere Vorkommnisse. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben Polizei und Veranstalter mit rund 600 an. 

Das Bündnis «Wir sind viele» ruft seit mehreren Jahren jeweils für Anfang August zu einer Demonstration in Berlin auf. Es verlangt außerdem eine umfassende Aufarbeitung der politischen Entscheidungen und Maßnahmen während der Corona-Pandemie.