Berlin (dpa) – Nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin muss sich der Landesverband nach Ansicht des Spitzenkandidaten grundlegend ändern. «Wir waren jahrelang, jahrzehntelang die Berlin-Partei. Bei zwölf Prozent kann man nicht mehr sagen, dass man die Berlin-Partei ist», sagte Steffen Krach. «Deswegen geht es jetzt um den Wiederaufbau der Berliner SPD.» Das werde «jetzt die Aufgabe sein in den nächsten Wochen und Monaten».
Man werde in der Zukunft «überall in Berlin die Berliner SPD wieder» aufbauen, führte Krach aus. Die Linke ist bei der Wahl laut dem vorläufigen Endergebnis mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgen CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent), wie die Landeswahlleitung nach Auszählung aller Stimmen mitteilte. Die regierende CDU/SPD-Koalition hat damit ihre Mehrheit verloren.

