
Dresden (dpa/bb) – Zwei Stürmer-Stars haben die Eisbären Berlin im Eishockey-Winter Game in Dresden gerettet. «Unsere besten Spieler waren herausragend, als wir sie gebraucht haben», lobte Cheftrainer Serge Aubin, nachdem sich seine Mannschaft am Samstag mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Dresdner Eislöwen durchgesetzt hatte.
Letztlich bewahrten die beiden überragenden Angreifer Ty Ronning und Liam Kirk den deutschen Meister vor einer Niederlage im Winter Game der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit ihren individuellen Qualitäten in der Offensive. In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit hatte Ronning in seinem zweiten Spiel nach langer Verletzungspause den Ausgleich erzielt. Danach bereitete er das entscheidende Tor von Kirk in der Overtime vor.
Ronning und Kirk drehen das Spiel
Kirk, der zuvor bereits zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte, baute damit seine außergewöhnliche Serie aus: In den vergangenen neun Begegnungen war er immer erfolgreich und erzielte dabei insgesamt 15 Tore. Seinen Siegtreffer feierte der ansonsten eher zurückhaltende Brite ungewohnt ausgelassen vor den mitgereisten Fans. «Es war definitiv ein wichtiges Tor für uns in der Situation, in der wir in der Liga sind. Wir mussten heute den Job erledigen», sagte er.
Für besondere Euphorie sorgte zudem die emotionale Atmosphäre im mit über 32.000 Zuschauern ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion. «Das war eine großartige Erfahrung, an die ich mich den Rest meines Lebens erinnern werde», betonte Kirk.
Vor der Gala der beiden Ausnahmestürmer hatte sich der Tabellensiebte gegen das Liga-Schlusslicht allerdings lange schwergetan. «Fünf Minuten vor Schluss sah es nicht gut für uns aus», räumte Coach Aubin ein. «Aber mir hat wirklich gefallen, dass wir nicht aufgegeben haben.»
