
Frankfurt (Oder) (dpa/bb) – Theater, Podcast, Express-Führungen: Die Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder) befassen sich vom 6. bis 11. Oktober mit dem Schaffen des Dichters Heinrich von Kleist. Es geht dabei auch um neue Wege, Kleist zu erzählen. Eine «Offene Werkstatt» ist im Kleist-Museum der Stadt als Veranstaltungsort und Begegnungsstätte eingerichtet, wie die Organisatoren mitteilten.
Berühmter Sohn der Stadt
Heinrich von Kleist wurde 1777 in Frankfurt (Oder) geboren. In der Stadt wird 2027 ein Jubiläumsjahr zu seinem 250. Geburtstag ausgerichtet. Die Kleist-Festtage werden im Kleist-Forum – dem Theater in der Oderstadt – und im Kleist-Museum präsentiert.
Förderpreis wird verliehen
Gezeigt wird bei den diesjährigen Festtagen unter anderem eine Performance zu Kleists «Käthchen von Heilbronn». Außerdem geht es in dem Schauspiel «Debritz» um eine Zuckerrübenbäuerin und um Auswirkungen einer Solequelle auf eine fiktive ostdeutsche Stadt. «Während die einen auf wirtschaftlichen Aufschwung hoffen, leiden die anderen unter der Versalzung des Bodens», teilten die Veranstalter der Festtage. Der Autor von «Debritz», Kaleb Erdmann, erhält am Mittwochabend (8.) für das Stück den Kleist-Förderpreis 2026 für junge Dramatik.
Durch die Dauerausstellung «Rätsel. Kämpfe. Brüche» werden 30 Minuten dauernde Express-Führungen angeboten. Die interaktive Schau zeigt Leben, Werk und Wirkung des bedeutenden Dichters in seiner Geburts- und Studienstadt Frankfurt (Oder). Die Werke des Dramatikers (1777-1811) wie «Der zerbrochene Krug» und «Michael Kohlhaas» sind vielgespielte Klassiker auf deutschen Bühnen.
