
Dingelstädt (dpa) – Bei der vor allem in Ostdeutschland tätigen insolventen Discounterkette Groschen Markt kann rund die Hälfte der Märkte weitergeführt werden. Wie der Insolvenzverwalter mitteilte, wurden für 22 von 41 Filialen Käufer gefunden. Größtenteils würden die Standorte aber unter neuem Namen fortgeführt. Lediglich in Thüringen bleibe die Marke bei drei Filialen erhalten.
Nach einer Übersicht des Insolvenzverwalters werden zehn Filialen in Thüringen, sechs in Sachsen-Anhalt, vier in Sachsen und zwei in Brandenburg fortgeführt.
Unternehmen: Kaufzurückhaltung führte zur Insolvenz
Die hinter den Märkten stehende DEC Handelsgesellschaft mbH hatte im Dezember Insolvenzantrag gestellt. Hintergrund war die anhaltende Kaufzurückhaltung. Noch im März war zunächst die Rede davon, dass 30 von 41 Märkten erhalten werden könnten. Nach eigenen Angaben waren in den Groschen Märkten 170 Mitarbeiter beschäftigt. Etwa 80 Arbeitsplätze blieben erhalten, erklärte Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann. Die Verhandlungen seien auch angesichts des schwierigen Marktumfeldes langwierig gewesen. Für November werde eine weitere Übernahme erwartet.
