
Brandenburg an der Havel (dpa/bb) – Besondere Ampelmännchen gibt es in vielen Städten – in Anlehnung an Loriot will eine Initiative in Brandenburg an der Havel künftig einen Mops zum Ampel-Symbol machen.
Vicco von Bülow alias Loriot (1923-2011) wurde dort geboren. Die Stadt hat dem Humoristen vor Jahren ein Denkmal gesetzt: 27 Figuren gehörnter «Waldmöpse» sind dort aufgestellt, bekannt aus einem Loriot-Sketch.
Die Initiatoren Thomas Krüger und Leona Heymann starteten den Vorstoß und wollen Fußgänger-Ampeln mit einem grünen und roten Mops-Symbol leuchten lassen. Krüger ist auch Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft.
Er betonte, dass das Projekt privat, mit Spenden und Crowdfunding finanziert werden solle. «Solche Sondermotive erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit, sondern stärken auch das Identitätsgefühl der Bewohner und Besucher», teilten die Initiatoren mit. Loriot schuf auch ein Zitat mit Kultstatus, als er sagte: «Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.»
Abstimmung mit Loriots Erben geplant
Nun will die Initiative den Kontakt zu den Erben von Vicco von Bülow suchen und die Idee «rechtlich und ästhetisch abstimmen». Auch Gespräche mit der Schöpferin der Waldmops-Skulpturen seien geplant. «Wir wollen weder Konflikte mit den Vorstellungen der Erben noch mit der Verkehrsplanung oder Sicherheit schaffen, sondern eine positive Bereicherung des Stadtbildes», sagen die Initiatoren. Tourismus-Experte Krüger rechnet damit, dass bis zu einer Entscheidung mindestens eineinhalb Jahre vergehen.
Regionale Motive beliebt
Bundesweit gibt es zahlreiche Varianten der klassischen Ampelmännchen. In Mainz helfen Mainzelmännchen über die Straße, im niedersächsischen Emden der Ehrenbürger Otto Waalkes und in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin das Petermännchen.
