München (dpa) – Der Tod von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat in seinem Ministerium tiefe Betroffenheit ausgelöst. «Die Nachricht von Huberts plötzlichem Tod trifft mich zutiefst, ist für uns alle unbegreifbar», teilte Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt mit, der derzeit auf einer Delegationsreise in Singapur ist. «Bayern verliert mit ihm einen Herzensmenschen für die Heimat, einen Menschenfreund, der immer und mit aller Kraft für die Menschen im Freistaat gewirkt hat. Sein Wirken, aber auch sein Lächeln wird in dieser Welt fehlen.»
Staatssekretär will umgehend nach Bayern zurückkehren
Gotthardt sprach vom Verlust eines Vertrauten, eines Wegbegleiters und engen Freundes, «auf dessen Wort und Freundschaft ich mich immer verlassen konnte. Ich bin von Herzen dankbar für jeden Moment, unsere gemeinsamen Wege und Gespräche.» Der Staatssekretär wollte umgehend nach Bayern zurückkehren.
Die Amtschefin im Wirtschaftsministerium, Sabine Jarothe, sagte: «Der Tod des Staatsministers ist ein Schock für unser Haus. Unser tiefes Beileid gilt der Lebensgefährtin, den Kindern und der Familie des Verstorbenen.» Aiwanger habe in den vergangenen acht Jahren das Haus mit großem Einsatz und Leidenschaft geprägt und sich unermüdlich für die bayerische Wirtschaft eingesetzt. «Er wird uns sehr fehlen.»
Freie-Wähler-Chef Aiwanger war am Mittwoch nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt worden. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Der Vize-Regierungschef in Bayern wurde 55 Jahre alt.
