Berlin (dpa) – Hertha BSC will nach zwei Siegen in der 2. Fußball-Liga sowie dem Erreichen der zweiten Runde im DFB-Pokal nachlegen. «Wir haben uns durch unsere Spielweise und die Ergebnisse Selbstvertrauen erarbeitet», sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig zum Auftakt des dritten Spieltags am Freitag (18.30 Uhr/Sky), «wir wollen auf dem Gaspedal bleiben.»
Für den 48-Jährigen wäre ein Erfolg in Niedersachsen zudem ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk zum 49. Geburtstag, den der gebürtige Münchner am Samstag begeht.
Pedersen vor Startelf-Debüt
Leitl zeigt sich zwar beeindruckt von dem 6:1-Erfolg der Braunschweiger zum Auftakt beim 1. FC Magdeburg, spricht aber auch die beiden Heimniederlagen gegen den VfL Bochum in der Liga sowie gegen Union Berlin im Pokal an. «Das ist unser Schlüssel, darauf zu gehen», sagt der ehemalige Profi, der aufgrund der Rotsperre von Deyovaisio Zeefuik wohl gleich Neuzugang Mads Pedersen auf die Position des linken Verteidigers beordern wird.
Der 28 Jahre alte Däne, der die letzten sieben Spielzeiten beim Erstligisten FC Augsburg verbracht hat, ist als Linksfuß eine wichtige Option für den Trainer. Zudem soll Pedersen aufgrund seiner Erfahrung eine Mentorenrolle für Mayson Grothe einnehmen. Der hoch veranlagte 17-Jährige befinde sich noch im Lernprozess und sei laut dem Trainer noch kein Kandidat für die Startelf.
Linksverteidiger und Stürmer gesucht
Mit Pedersen soll aber die Einkaufsliste noch nicht geschlossen sein. Leitl wünscht sich weiterhin noch einen Linksverteidiger und einen Stürmer. Angesichts der klammen wirtschaftlichen Verhältnisse konnte Hertha erst spät auf dem Transfermarkt zuschlagen.
Doch Leitl ist zuversichtlich, dass nach den Leihen von Oluwaseun Adewumi und Farid Alfa-Ruprecht sowie dem Kauf von Pedersen der Verein «bis nächste Woche noch wenigstens einen Neuzugang präsentieren» könne.

