Bei einer Razzia im Dealer- und Rockermilieu hat die Polizei Drogen im Kilogrammbereich, scharfe Waffen und mehrere Tausend Euro Bargeld sichergestellt. (Symbolbild)
Bei einer Razzia im Dealer- und Rockermilieu hat die Polizei Drogen im Kilogrammbereich, scharfe Waffen und mehrere Tausend Euro Bargeld sichergestellt. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Neubrandenburg (dpa) – Nach der Razzia im Dealer- und Rockermilieu mit Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat das Amtsgericht Neubrandenburg gegen alle vier Festgenommenen Haftbefehle erlassen. In zwei Fällen seien diese jedoch außer Vollzug gesetzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Am Dienstag waren 21 Objekte in und um Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), in Jördenstorf (Landkreis Rostock) sowie in Potsdam durchsucht und Drogen im Kilogrammbereich, scharfe Waffen und mehrere Tausend Euro Bargeld sichergestellt worden.

Zwei Beschuldigte in Untersuchungshaft

Drei Männer im Alter von 28, 29 und 44 Jahren sowie eine 34-jährige Frau waren festgenommen worden. Der 29-Jährige und die Frau säßen nun in Untersuchungshaft. Allen zusammen werde unter anderem der unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen und der Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Einem «Nordkurier»-Bericht zufolge soll sich bei der Anhörung vor dem Amtsgericht keiner der Verdächtigen näher zu den Tatvorwürfen geäußert haben.


Die Beschuldigten gehören den Angaben zufolge teilweise dem Rockermilieu an, daher war unter den durchsuchten Objekten neben Wohngebäuden und Nebengelassen auch ein Clubhaus. In Demmin sei bei den Durchsuchungen ein Hund getötet worden. Dieser habe die Polizisten angreifen wollen und sei anders nicht unter Kontrolle zu bringen gewesen.

Monatelange Ermittlungen gegen 14 Frauen und Männer

Der Razzia vorausgegangen waren den Angaben zufolge monatelange Ermittlungen gegen 14 Frauen und Männer im Alter zwischen 21 und 58 Jahren. Während des Einsatzes seien neben Drogen, Bargeld und Waffen auch Utensilien gefunden worden, die typischerweise zum Drogenhandel genutzt würden. Rund 290 Kräfte der Kriminal- und der Bereitschaftspolizei, des Spezialeinsatzkommandos, der Diensthundeführer sowie Beamte aus sechs weiteren Bundesländern waren den Angaben zufolge beteiligt.