
Berlin (dpa/bb) – Ein Bündnis aus mehr als 80 Organisationen hat vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin zu einer Demonstration für mehr Vielfalt aufgerufen. Die Veranstalter rechnen mit 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Unter der Überschrift «Zeit, dass sich was dreht» wollen am 12. September sieben Demonstrationszüge sternförmig durch die Hauptstadt bis vor das Rote Rathaus ziehen.
Weiterbau der Stadtautobahn stoppen
Berlin habe keine Politik, die die Bedürfnisse der Menschen ernst nehme, sagte Mitorganisator Veit Hannemann von «Gemeinsam Hand in Hand» bei einer Pressekonferenz. Dabei gebe es Lösungen für eine «solidarische, weltoffene und zukunftsfähige Stadt». Zu den Forderungen aus den Teilnehmer-Gruppen gehört der Stopp des Weiterbaus der Stadtautobahn A100. Außerdem solle queeres Leben sichtbarer gemacht und besser geschützt werden.
Erwartet werden neben Fridays for Future auch Gruppen wie «Omas gegen Rechts» und die Gewerkschaft Verdi. Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer ist Unterstützerin, sagte ihre Teilnahme an der Pressekonferenz aber kurzfristig ab.
Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt. Eine Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des «Tagesspiegels» legte jüngst einen Dreikampf um die Spitze zwischen Linkspartei, CDU und AfD nahe.