Johannes Golla steht derzeit wegen seines Wechselwunsches im Fokus.
Johannes Golla steht derzeit wegen seines Wechselwunsches im Fokus. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) – Für Kapitän Johannes Golla sind die öffentlichen Diskussionen um seinen Wechselwunsch nach eigener Aussage überhaupt kein Thema bei der Handball-Nationalmannschaft. «Ich blende das eher aus, weil ich nichts zu erzählen habe und dann hier die Atmosphäre genießen will. Dass es unbeschwert ist», sagte der Kreisläufer nach dem 42:32-Sieg zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen Belgien in Berlin.

Golla hatte zuletzt mit seinem Wunsch nach einer Rückkehr von der MT Melsungen zur SG Flensburg-Handewitt für Aufsehen gesorgt und öffentlich über seine psychische Belastung gesprochen. «Das ist auch nicht nur in dieser Woche so, sondern generell, dass die Gespräche bei uns nicht um Handball oder die nächsten Gegner sich drehen, sondern um alles andere. Das genießen wir sehr», antwortete Golla an seinem 29. Geburtstag auf die Frage, über welche Themen er mit seinen Teamkollegen spreche.


Geburtstag mit Frau und Kindern

Auch abseits des Spielfeldes verlief sein Geburtstag erfreulich. «Es war ein entspannter Tag. Die Vorbereitung hat gut geklappt. Zudem sind meine Frau und die Kinder zu Besuch gekommen», berichtete Golla. Seine Mitspieler hätten ihn zudem mit einem Geburtstagskuchen überrascht.

Sportlich sah der Kapitän trotz des deutlichen Erfolges noch Luft nach oben. «Das Spiel war sicherlich nicht unser bestes und man hat gesehen, dass wir uns ein halbes Jahr nicht gesehen haben», sagte Golla. Die Mannschaft müsse «noch viel arbeiten», um bei der Heim-WM im Januar ein gutes Turnier zu spielen. Die Partie gegen Belgien sei erst der Auftakt in die neue Länderspielsaison gewesen.