«Der Friedhof bleibt wegen Unfall / Rutschgefahr geschlossen!» steht an einem Eingang des Friedhofs St. Johannes-Evangelist.
«Der Friedhof bleibt wegen Unfall / Rutschgefahr geschlossen!» steht an einem Eingang des Friedhofs St. Johannes-Evangelist. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlin (dpa/bb) – Das winterliche-trübe Wetter sorgt weiterhin in Berlin und Brandenburg in einigen Bereichen für Probleme. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht weiter Glättegefahr, weil in der Nacht die Temperaturen unter null Grad rutschen können. Vereinzelt kann es Sprühregen oder Schneegriesel geben. 

Fahrgäste bei den Regionalzügen in Berlin und Brandenburg müssen wegen Vereisungen nach wie vor mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. «Aufgrund der anhaltenden Winterwitterung kommt es voraussichtlich noch bis zum Sonntag zu Einschränkungen im Regionalverkehr auf einigen Linien in Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern», schrieb die Bahn auf ihrer Website. Die Probleme würden etwa durch vereiste Oberleitungen entstehen.


Zahlreiche Friedhöfe geschlossen 

Zahlreiche Friedhöfe in der Region konnten am Wochenende nicht besucht werden. Aufgrund anhaltenden Dauerfrosts und extremen Glatteises wurde etwa der Südwestkirchhof Stahnsdorf am Samstag geschlossen, wie Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt mitteilte. «Trotz intensiver Streu- und Sicherungsmaßnahmen ist es nicht mehr möglich, die Wege zu den Grabstätten verlässlich begehbar zu halten», erklärte er. Auch Wege, wo gestreut worden sei, vereisten innerhalb kurzer Zeit erneut.

In Berlin hatte der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte mitgeteilt, dass seine Anlagen am Wochenende geschlossen bleiben. Dem Verband gehören nach den Angaben mehr als 40 Friedhöfe an. 

Gefahr in Parks und Gärten 

Auch die Tore zu Parks und Gärten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg blieben zu. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher könne noch nicht gewährleistet werden, sagte Sprecher Frank Kallensee. Die Wege seien trotz des Tauwetters noch verreist. Deshalb habe man entschieden, alle Liegenschaften weiter geschlossen zu halten. Dazu zählen unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin, Schloss Sanssouci in Potsdam und der Schlosspark in Rheinsberg. 

Die Stiftung hofft, am Montag die Anlagen wieder öffnen zu können. Das sei aber noch nicht entschieden, so der Sprecher. «So lange nachts Nässe und Schnee immer wieder überfrieren, bleibt es riskant.»

Regulärer Betrieb am BER 

Der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER hat sich unterdessen nach Unternehmensangaben normalisiert nach zahlreichen Verspätungen und Ausfällen. «Die Enteisungszeiten sind normal. Der Flugbetrieb ist stabil», sagte eine Sprecherin. 

Zum Ende der Winterferien in Berlin und Brandenburg sei das Verkehrsaufkommen etwas höher. Nach Angaben der Sprecherin wurden Sonntag etwa 77.000 Passagiere bei An- und Abflügen am BER erwartet. 

Aufgrund von Blitzeis war der Flugbetrieb in Schönefeld von Donnerstagabend an eingestellt. Erst Freitagmittag hoben die ersten Maschinen wieder ab. Es fielen aber viele Flüge aus und es gab Verspätungen.

Gefahr durch herabrutschendes Eis 

Mit dem Tauwetter steigt die Gefahr durch herabrutschendes Eis von Dächern. Die Feuerwehr mahnte zur Vorsicht. Am Freitag war der Alexanderplatz im Bereich des Fernsehturms gesperrt, weil nach Angaben der Polizei das kugelförmige Dach durch Industriekletterer von Eis befreit wurde.