Die grüne Abgeordnete Silke Gebel hat sich ein Organspende-Tattoo stechen lassen.
Die grüne Abgeordnete Silke Gebel hat sich ein Organspende-Tattoo stechen lassen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin (dpa/bb) – Als Zeichen ihrer Bereitschaft zur Organspende haben sich mehrere Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses im Landesparlament tätowieren lassen. «Die Tätowierung ist ein großartiges Zeichen dafür, zu sagen, ja, ich möchte Organspende unterstützen und ich möchte auch, dass andere Leute es sehen», sagte Sandra Loder von der Deutschen Stiftung Organtransplantation. 

Es sei notwendig, mehr über dieses Thema miteinander zu sprechen und sich dazu eine Meinung zu bilden. Wer Organspende unterstützen möchte, könne es mit dem Tattoo deutlich machen. 


Tätowiert werden geometrische Formen 

Der gemeinnützige Verein Junge Helden habe die Idee zu der Tattoo-Aktion entwickelt, auch das Motiv, das tätowiert wird, sagte Loder. «Einen Halbkreis, der einen anderen Halbkreis findet und zu einem ganzen Kreis wird.»

Die geometrischen Formen lassen sich auch als die Buchstaben O und D interpretieren – die für «Organ Donor» stehen, also für «Organspender». Unter anderem ließ sich die Gesundheitspolitikerin der Grünen-Fraktion Silke Gebel bereits vor der Plenarsitzung am linken Arm tätowieren. 

Die Tätowierung ist allerdings kein offizielles Dokument und kein Ersatz für einen Organspendeausweis. Es gilt aber als Willenserklärung, die zum Beispiel auch Angehörigen signalisieren kann, dass der oder die Betreffende eine Organspende befürwortet. Nach Angaben des Vereins Junge Helden warten aktuell über 10.000 schwerkranke Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.