
Berlin (dpa/bb) – Füchse-Keeper Lasse Ludwig konnte nach dem 33:28-Heimsieg gegen den VfL Gummersbach nichts mehr ärgern. Selbst ein kleiner Kick im Vorbeigehen von seinem Kapitän Max Darj brachte ihn während eines Interviews nicht aus der Ruhe. Denn mit seinen 15 Paraden war der 23-Jährige zuvor maßgeblich an dem wichtigen Erfolg beteiligt. «Eine unfassbare Torhüterleistung macht das natürlich auch ein bisschen einfacher», lobte ihn Welthandballer Mathias Gidsel, der trotz fiebriger Erkrankung spielte.
Und auch Trainer Nicolej Krickau hob die Leistung des Nationalspielers hervor. «Die Leistung spricht für sich selbst», sagte der Däne. Das Konzept ohne klare Nummer Eins im Tor, scheint bisher aufzugehen. Egal, ob Ludwig oder der 40-jährige Andras Palicka – beide liefern bisher. Für Ludwig liegt das vor allem an der Harmonie. «Es fühlt sich so an als würden wir schon ein paar Jahre zusammenspielen. Was ich von ihm an Input bekomme, ist echt überragend. Das tut mir extrem gut», sagte der Keeper.
Veszprém für Hanning Titelfavorit
Wer am Mittwoch im Champions-League-Heimspiel gegen den ungarischen Meister Veszprém HC (20.45 Uhr/Dyn) im Tor stehen wird, ist also offen. «Das entscheidet die Strategie und mein Bauchgefühl», kündigte Krickau an. In jedem Fall wird eine Topleistung notwendig sein. Denn für Geschäftsführer Bob Hanning sind die Ungarn «der Topfavorit auf den Gewinn der Champions League», sagte er.
Im letzten Jahr setzten sich die Füchse im Viertelfinale erst im Siebenmeterwerfen durch. «Eine unfassbare Mannschaft, die in diesem Jahr noch einmal einen Schritt nach oben gemacht hat», warnte Gidsel. Krickau hat vor allem vor der Abwehr der Ungarn großen Respekt. «Da haben sie in dieser Saison bisher sehr gut ausgesehen. Das wird noch physischer als gegen Gummersbach», sagte er.
Im Kampf um den Sieg in Gruppe A ist das Duell ein richtungsweisendes Spiel. «Wenn wir Erster werden wollen, müssen wir am Mittwoch die Punkte holen», sagte Krickau.