
Berlin (dpa) – Nach dem Brand in einer betreuten Wohnanlage im Berliner Ortsteil Biesdorf ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Experten des Brandkommissariats untersuchten die abgebrannte Wohnung im vierten Obergeschoss. Bei dem Feuer am Dienstag sind mehrere Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Sie kamen ins Krankenhaus.
Alle Bewohner haben laut Polizei das Gebäude verlassen, einige wurden in Notunterkünften untergebracht. Das Feuer war in der Wohnung ausgebrochen und schnell auf das Dach übergegriffen. Mehr als 160 Kräfte waren nach Angaben der Feuerwehr in der Spitze im Einsatz.
Die Flammen wurden am Nachmittag gelöscht. Die Brandursache war zunächst unklar. Einige der Bewohnerinnen und Bewohner retteten sich selbst, andere wurden den Angaben zufolge von den Feuerwehrleuten aus dem Gebäude geholt.
Gebäude nicht zu bewohnen
Das Gebäude sei bis auf weiteres nicht zu bewohnen, etwa wegen Schäden verursacht vom Löschwasser. Der Betreiber gab an, sich um die Unterbringung der Betroffenen zu kümmern, auch der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wollte Notunterkünfte bereitstellen. Einige Menschen könnten bei Bekannten oder Verwandten unterkommen.
In der Einrichtung wohnten den Angaben zufolge ältere Menschen, viele mit Mobilitätseinschränkungen. Zur Schadenshöhe machten die Ermittler keine Angaben. Auch wann die Bewohner in das Gebäude zurückkehren können, ist noch offen.
