
Berlin (dpa) – Rund drei Monate nach dem tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten ist in einem Teil des damals betroffenen Bereichs erneut der Strom ausgefallen. Nach Angaben des Netzbetreibers, der landeseigenen Gesellschaft Berlin Stromnetz, waren im Ortsteil Nikolassee 1.314 Haushalte davon betroffen.
Der Strom sei gegen 22.00 Uhr ausgefallen, sagte ein Sprecher des Netzbetreibers. Bis Mitternacht sollten die Haushalte wieder ans Stromnetz angeschlossen sein, hieß es. Zu der Ursache des Stromausfalls konnte der Sprecher noch keine Angaben machen.
Die Polizei verstärkte ihre Streifentätigkeit in dem betroffenen Gebiet. «Unsere Einsatzkräfte sind dort nun verstärkter unterwegs, um ansprechbar zu sein und das Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner zu stärken», teilte sie sie auf der Plattform X mit. Die Menschen könnten sich auch an die Polizeiwache vor Ort wenden.
Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte gekommen. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.
Damals herrschte eisige Kälte und es lag Schnee. Tausende Berliner flüchteten in Hotels. Beim Senat gingen mehr als 2.800 Anträge zur Erstattung der Kosten ein. Der Senat kündigte während des Stromausfalls an, die Kosten zu übernehmen. Die Auszahlung läuft über den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.