
Cottbus (dpa/bb) – Nach Meinung von Präsident Sebastian Lemke hat der FC Energie Cottbus sportlich wie infrastrukturell einiges aufzuholen. «Wir waren zwölf Jahre nicht in dieser Liga und haben so zwölf Jahre Entwicklung verpasst», sagte Lemke vor dem Saisonstart gegen Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und RTL) dem rbb.
Als Beispiel nannte der 42-Jährige das Stadion der Lausitzer. «Dank der Fördermittel konnten wir einiges tun, um es zweitligatauglich zu machen. Im Grunde ist es aber nicht mehr für den heutigen Fußball gemacht. Das fängt beim VIP-Bereich an, es gibt keine Logen. Auch bei den Trainingsbedingungen hängen wir ein Stück hinterher», berichtete Lemke.
Im Mai hatte der Zweitligist einen Zuwendungsbescheid des Landes Brandenburg über 1,67 Millionen und damit den größten Teil der zugesicherten zwei Millionen Euro erhalten.
Lemke: «Etat mit Abstand der kleinste»
Dass manche Konkurrenten einen größeren Etat haben, beunruhigt Lemke nicht. «Wir wissen alle, dass Wolfsburg der Ligaprimus ist. Wolfsburg hat offenbar Transferausgaben von rund 20 Millionen Euro. Der Rest der Liga hat zusammen 18 Millionen Euro ausgegeben. Wir schauen aber nur auf uns und wissen, dass unser Etat mit Abstand der kleinste sein wird. Wir werden trotzdem versuchen, unseren mutigen Offensivfußball auf den Platz zu bringen», sagte Lemke.
Die Rückkehr in die 2. Bundesliga nach über einem Jahrzehnt war nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung. «Man spürt seit Jahren eine riesige Euphorie in der Lausitz. Wenn man durch Cottbus, Senftenberg oder Großräschen fährt, sieht man überall Rot-Weiß, viele Kinder mit T-Shirts oder Trikots. Das zeigt, dass diese Region nach der zweiten Liga gelechzt hat», sagte Lemke.
