
Cottbus (dpa) – Als selbst ernannter Außenseiter mit Aufstiegschancen startet Energie Cottbus in die Rückrunde der 3. Fußball-Liga. Vor dem Auftakt am Samstag auswärts beim 1. FC Saarbrücken betonte Trainer Claus-Dieter Wollitz, dass seine Spieler trotz der Herbstmeisterschaft frei aufspielen sollen. «Man muss keine Angst davor haben, irgendwas zu verlieren. Sondern man sollte dankbar sein, dass man was gewinnen kann.» Er verdeutlichte: «Intern glauben wir nicht, dass wir den Aufstieg erwarten können. Aber wir erwarten, dass wir alles dafür tun, diese Position zu halten.»
Während sich Auftaktgegner 1. FC Saarbrücken im Trainingslager in Spanien vorbereitet hat, mussten sich die Lausitzer mit den widrigen Bedingungen in der Heimat arrangieren. Ein geplantes Testspiel gegen Hertha BSC II wurde wegen der Platzverhältnisse abgesagt. Am Donnerstag vor der Abreise trainierten nur die Torhüter auf dem aufgeweichten Rasen im Cottbuser Eliaspark. Die restlichen Spieler bereiteten sich individuell in der Turnhalle am Stadion vor.
Kleiner Lichtblick für die Mannschaft: Der FCE legt auf der Fahrt nach Saarbrücken einen Zwischenstopp in Frankfurt am Main ein. Dort darf der Drittligist auf dem Campus des Deutschen Fußballbundes trainieren. Die dortige Fußballhalle ist laut DFB die einzige überdachte Großfeld-Fußballhalle in ganz Europa. Sie verfügt über die offiziellen FIFA-Maße von 105 x 68 Metern, die im Profifußball Standard sind. Gespielt wird auf Kunstrasen.
Mit Merveille Biankadi (Sprunggelenk), Jonas Hofmann (Trainingsrückstand) und Janis Juckel (Schulteroperation) muss Trainer Wollitz auf einige Spieler verzichten. Nicht mehr zu seinem Kader gehört Torhüter Elias Bethke. Nach dessen Wechsel zu Dynamo Dresden wollte der FCE-Coach keine weiteren Fragen zu dem Thema beantworten und wünschte dem ehemaligen Stammkeeper wie auch dem sächsischen Fußball-Zweitligisten kurz angebunden alles Gute und den Klassenerhalt.