
Mannheim (dpa/bb) – Die erste Saisonniederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) offenbarte Verbesserungsbedarf bei den Eisbären Berlin. «Ich glaube, man sieht, dass es noch früh in der Saison ist und wir noch viel Potenzial haben, um uns zu steigern», räumte Angreifer Frederik Tiffels nach dem 3:4 bei den Adler Mannheim am Sonntag ein.
Als Beispiel nannte der Nationalspieler das Überzahlspiel, das gegen den Finalgegner der vergangenen Saison überhaupt nicht funktioniert hatte. «Genau da können wir ansetzen», betonte Tiffels.
Auch für Cheftrainer Éric Dubois machte das schwache Powerplay «am Ende den Unterschied» in einem Spiel, das für die Berliner perfekt begonnen hatte. Mit ihrem energischem Forecheck hatten sie den Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt und bereits nach zwei Minuten eine 2:0-Führung herausgespielt.
Nach dem Traumstart unterlaufen den Berlinern Fehler
Doch unmittelbar danach schlichen sich fatale Nachlässigkeiten ein. So kamen die Mannheimer schon in der 4. Minute zum Anschluss. «Wir haben einen Abpraller nicht gut verteidigt», monierte Dubois. «Nach dem Tor wechselte das Momentum auf die Seite des Gegners.»
Nachdem die Mannheimer im Powerplay ausgeglichen hatten, kam den Eisbären zudem ihr Erfolgsrezept aus der Anfangsphase abhanden. «Wir hatten viel Abstand zwischen den Stürmern und Verteidigern», erklärte Mannschaftskapitän Kai Wissmann bei Magentasport. Daher habe der Forecheck im zweiten Drittel «nicht mehr so funktioniert».
Nach dem 4:2 gegen Straubing und der Niederlage in Mannheim fiel Wissmanns Fazit differenziert aus. «Ich denke, da war schon viel Gutes dabei an diesem ersten Wochenende», sagte er. «Aber es gibt auch sehr viel, was wir verbessern müssen.»
